Landmarke Niederlausitz

Der Wettbewerbsbeitrag für die neue „Landmarke Niederlausitz“ war eine sehr künstlerische Interpretation der Bauaufgabe, die darin bestand, an einem frei wählbaren Standort ein markantes bauliches Zeichen für das aus den ehemaligen Tagebauflächen entstehende Seenland zu entwickelt. Der von uns vorgeschlagene Aussichtsturm aus drei ca. 40 Meter hohen Wandscheiben sollte durch seine Lage mitten in einem der Seen nicht nur als weithin sichtbarer Point de vue fungieren, sondern auch einen interessanten Ausblick über die Seenwelt ermöglichen. Wichtiges Gestaltungselement war hierbei auch die Inszenierung des Weges bis zum Aussichtspunkt, denn bereits der Steg über das Wasser ist als Erlebnis gestaltet. Bei dem Turm angekommen erschließt sich dem Besucher ein dreidimensionales Labyrinth aus

Stegen und Brücken, das immer wieder durch den schluchtartigen Raum zwischen den drei großen Wandscheiben hinaus auf die frei auskragenden Wendepodeste führt. Die silbrig, matte Oberfläche aus gewalzten und anschließend versiegeltem Stahl mit Rußeinschlüssen stellt hierbei einen Bezug zur industriellen Vergangenheit des Ortes her und verleiht dem Bau eine skulpturale, markante Patina. Die komplexen statischen Kraftflüsse werden konstruktiv mittels einer Betonfüllung der Stahlscheiben gewehrleistet.



Team: Damien Pericles, James Melsom, Sebastian Blum, Statik: Zoran Novacki