Stadtfoyer Luise-Kiesselbach-Platz, München

Das Stadtfoyer soll in Anlehnung an das Foyer eines Hotels ein Konzept für eine bauliche Anlaufstelle für Zuwanderer in München am durch die Untertunnelung des Mittleren Ringes frei werdenden Luise Kieselbach-Platz darstellen. Das Ensemble wird durch einen Straßen begleitenden Baukörper mit einer transluzenten Natursteinfassade vor dem Verkehrslärm geschützt. Als weithin sichtbares Kommunikationsmittel und poin de vu fungiert der flügelartige Turm, dessen Straßenseite durch farbige Lichtpunkte zu einer Art Großbildschirm wird. Der Vorplatz gegenüber dem Josef Stift empfängt den Gast und lässt auch durch die leicht Erhöhung eine Aufenthaltsqualität entstehen. Das Foyer des Hotels am Vorplatz ist zusammen mit der galerieartigen Erschließung

vollständig zum Vorplatz hin geöffnet. Die flankierenden Gebäude bilden ebenfalls eine einladende Geste. Im Inneren des Komplexes fächern sich die Gebäude zu einem kleinen, begrünten Innenhof mit einer Wasserfläche auf. Die Appartements in den Riegel um die Wasserfläche werden durch eine besondere Laubengangerschließung erreicht, die auf Grund der Mezzaninegeschosse in den Appartements an der Fassade liegen kann ohne den Wohnräumen die Belichtung aus dieser Richtung zu nehmen. An den Enden der Appartementgebäude befinden sich Foyers als Kommunikationsbereiche für die Neuankömmlinge, die gleichzeitig die vertikale Erschließung beinhalten.