Wasserpavillion

Der ‘‘Wasserpavillon‘‘ stellt das Konzept für eine Kunstinstallation an einem der oberbayerischen Seen dar. Direkt auf dem Wasser stehend inszeniert der Pavillon das elementare Zusammenspiel von Sonnenlicht, Wasser und Raum. So führt ein Steg vom Ufer aus in den ersten der beiden Räume, der im Grunde genommen nur aus einem Dach als Projektionsfläche besteht, um die flirrenden Reflektionsmuster sichtbar werden zu lassen, die durch die Spiegelung des Sonnenlichtes auf den Wellen entstehen. Weiter führt der Steg in eine ,,Blaue Grotte‘‘, die einzig durch das im Wasser gestreute Sonnenlicht erhellt wird und hierdurch in ein flackerndes, blaugrünes Licht getaucht ist. Am Ende verlässt der Steg das Gebäude und lässt den Besucher schließlich den gesamten ihn umgebenden See überblicken. Dachform, Materialität

und Pfahlbauweise nehmen hierbei Bezug auf die an den Voralpenseen typische Bauweise der Bootshäuser und lassen so den Pavillon zu einem Bestandteil der Umgebung werden. Erst durch das Ausblenden der übrigen Umgebung und der damit einhergehenden Konzentration des Besuchers auf das Wasser, können die fragilen Lichtphänomene zur Geltung kommen und dem Kunstraum eine geheimnisvolle elementare Atmosphäre verleihen. Durch die Installation werden hierfür andern für sich die verschiedenen visuellen Eigenschaften des Wassers wie Lichtreflexion an der Oberfläche, Spiegelung und Transparenz in Abhängigkeit vom Blickwinkel, Lichtstreuung unter der Oberfläche und Lichtbrechung durch die Linsenform der Wellen durch die Installation isoliert und einzeln ablesbar gemacht.